Use it or loose it

Vor einiger Zeit nahm ich an einem Qi-Gong Kurs teil und der Meister erklärte uns: “Use it or loose it!”.
Wenn Ihr es nicht regelmäßig anwendet, dann bringt das, was ich euch hier beibringe nichts. Regelmäßig bedeutet auch nicht, sich voller Begeisterung eine Woche drauf zu stürzen und es dann Monate zu vergessen.
Nur das beständige Üben bzw. Anwenden bringt fruchtbare Ergebnisse.
Natürlich gilt das nicht nur für das Qi-Gong, sondern für alles in deinem Leben, was du erlernen möchtest!
Manchmal erscheint es schwer, in der Hektik des Alltags Zeit für das Üben zu finden. Doch das ist eine Illusion! Die halbe Stunde, die so etwas maximal kostet, hat man (fast) immer. Es könnte einfach das erste sein, was du tust nach dem Aufstehen (oder nach dem Kaffee, für die Koffeinsüchtigen unter uns…). Du kannst auch einen täglichen Pflichttermin mit dir selbst machen, immer um 19.00 Uhr z.B.
Und wenn es doch mal einen Tag nicht geklappt hat – aufgrund welcher angeblichen Sachzwänge auch immer – ist es völlig ok! Das einzige, was dann wichtig ist, dass du am nächsten Tag dein Üben fortsetzt! Es braucht 3 Wochen Durchhaltevermögen bis sich das regelmäßige Üben auch Gewohnheit etabliert hat, und es zum Alltag dazugehört.

Die Realitätswahrnehmung verändern

Seit jeher interessieren mich Möglichkeiten der Veränderung der Wahrnehmung der Realität. Die einfachste Möglichkeit durch Einnahme von Drogen wie Kaffee, Alkohol und anderen Substanzen ist zwar nett, viel spannender sind aber die Möglichkeiten dies ohne Hilfsmittel zu bewerkstelligen. Da ist natürlich zum einen das große Feld der Hypnose und wir wissen ja bereits, dass jede Art der Aufmerksamkeitsveränderung bereits Trance ist und damit eine veränderte Wahrnehmung vorhanden ist.
Ein weiteres großes Feld sind Träume, hier bewegt man sich quasi in einer ganz anderen Realität und wenn man durch sog. luzides Träumen sich im Traum bewusst ist, dass man träumt, kann dies zu einem sehr intensiven Erlebnis werden.
Es gibt jedoch auch ganz einfache Möglichkeiten, Veränderungen der Wahrnehmung zu erreichen, nämlich durch das Ausschalten eines oder mehrerer Sinnesreize. Wer schon mal einige Stunden in einer sog. Dunkelbar verbracht hat, weiß, was ich meine. Wenn man einige Zeit gar nichts mehr sehen kann, in wirklich vollkommener Dunkelheit verbringt, verändert oder verbessert sich die akustische Wahrnehmung. Aber auch das Sehen erhält plötzlich eine völlig neue Qualität, sofern man wieder das Tageslicht erblickt. Dunkelbars gibt es in jeder Großstadt. Auch ein sog. Floating-Tank nutzt die sensorische Deprivation, um Menschen zu meditativen bis spirituellen Erfahrungen gelangen zu lassen. Kann man hier Erlebnisse, die sonst erst nach jahrelanger Meditation erfahrbar werden, sofort erreichen, oder ist es ungesunde “Fastfood-Meditation”? Ich freue mich über weitere Anregungen zur Wahrnehmungsveränderung zum selbst ausprobieren.

Grundannahmen des NLP – erste Einblicke

NLP-Axiome

NLP und Hypnose sind zwei sehr nahe Verwandte. Viele Techniken und Konzepte des NLP wurde aus der Hypnose herraus entwickelt. Das Meiste geht auf die Arbeit von Milton Erickson zurück. Und Später wurden viele erfolgreiche NLP – Formate von Hypnose-Praktikern zurück in die Hypnose übernommen. Von daher ist es für jeden Hypnotiseur Pflicht sich auch mit NLP, seiner Geschichte und vor allem seiner Axiome zu beschäftigen.

Axiome (Grundannahmen)

Laut Wikipedia werden Axiome wie folgt definiert:

Durch Hilbert (1899) wurde ein formaler Axiombegriff herrschend: Ein Axiom ist jede unabgeleitete Aussage. Dies ist eine rein formale Eigenschaft. Die Evidenz oder der ontologische Status eines Axioms spielt keine Rolle und bleibt einer gesondert zu betrachtenden Interpretation überlassen. Ein Axiom ist dann eine grundlegende Aussage, die Bestandteil eines formalisierten Systems von Sätzen ist, ohne Beweis angenommen wird und aus der zusammen mit anderen Axiomen alle Sätze (Theoreme) des Systems logisch abgeleitet werden. Teilweise wird behauptet, ein Axiom sei „ein unbewiesener und daher unverstandener Satz“[3] und zugleich, ob ein Axiom verstehbar sei, „weil auf einsichtigen Operationen beruhend, kann zunächst offenbleiben“.[4] Axiome beruhten auf „Willkür“.[3]

Es handelt sich also um Grundannahmen, auf denen alle weiteren Gedanken und Prinzipien aufbauen. Ob diese Grundannahmen wahr bzw. echt sind, ist innerhalb eines Modelles erst einmal unwichtig. Ein funktionierendes Model kann durchaus auf falschen Axiomen beruhen und trotzdem wunderbare Erfolge liefern. Hierzu verweise ich noch einmal auf meinen Artikel über Wirksamkeit.

Die Basis des NLP

Die Grundannahmen des NLP haben sich im Laufe der Entwicklung von NLP herauskristallisiert. Sie wurden meist, wie NLP grundsätzlich, von erfolgreichen Disziplinenen übernommen.

Die Landkarte ist nicht das Gebiet

Alfred Korzybski beschrieb die Tatsache, dass wir die Welt mit unser Sinnen erfahren und diese Erfahrung anschließend interpretieren. Diese Interpretation erfolg anhand unseren inneren Landkarten, die sich aus unseren Erfahrungen gebildet haben. Viele Menschen betrachten ihre Interpretation der Welt als eine wirkliche Tatsache.  Durch dieses Axiom wird vor allem darauf hingewiesen, dass nichts wirklich so ist, wie wir es glauben, und dass eine Abweichung der einzelnen Landkarten immer nur die Landkarten betrifft und nicht die Welt an sich.

Menschen handeln entsprechend ihrer inneren Landkarte

Wir nehmen die Welt nicht nur anhand der eigenen Landkarten wahr, sonder handeln und denken entsprechend der Möglichkeiten und Grenzen der Landkarten.  Eine Landkarte ist unser “Modell der Welt” das uns sagt was möglich ist, was nicht, was wir aus welchen Grund tun sollen und was wir aus anderen Gründen nicht tun sollten. Die Landkarten geben die Leitplanken vor an denen wir uns orientieren. Durch eine Veränderung der Landkarten verändert sich das Verhalten.

Wenn etwas nicht funktioniert, mach etwas anderes

Es ist ganz einfach wenn du etwas tust, das dir nachweislich nicht das liefert was du willst, hat es keinen Sinn noch mehr davon zu machen. Mehr vom selben hilft hier nicht. Mach etwas neues, etwas anders. Nur so kann sich auch was verändern. Richard Bandler sagt in diesem Zusammenhang: “Wenn du tust, was du immer tust, dann erhältst du was du immer erhältst.”

Menschen besitzen bereits alle Ressourcen, die sie für eine Veränderung benötigen

Grundsätzlich haben alle Menschen bereits alles was sie brauchen, um etwas zu verändern. Die Kunst besteht darin, zu erkennen was es ist. Teilweise ist es auch “nur” die Fähigkeit zu lernen oder Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Es gibt kein Scheitern, nur Feedback

Dieses Axiom bezieht sich nicht auf die Handlung, sondern auf das erwünschte Resultat. Natürlich ist es möglich, dass eine Handlung nicht zum gewünschten Erfolg führt. Wichtig ist hierbei die Information, die hierdurch gewonnen wird.

Die Bedeutung der Kommunikation ist die Reaktion, die sie hervorbringt

Egal wie etwas gemeint war, die Bedeutung entsteht erst durch die Reaktion die (auf Grund von Landkarten) entsteht. Die Absicht des Senders kann hiervon extrem abweichen.

Jedes Verhalten hat eine positive Absicht

Jedes menschliche Verhalten ist sinnvoll – zumindest in dem Kontext, den die eigene Landkarte beschreibt. Wenn manche eine falsche Wahl treffen bzw. sich “falsch” verhalten, liegt es daran, dass es die beste Möglichkeit ist, die ihnen in diesem Moment zur Verfügung steht.

Geist und Körper bilden eine Einheit

Geist, Körper und Umwelt gehören einem einzigen System an und können nicht von einander getrennt werden. Jegliche geistige Aktion hat Einfluss auf den Körper und jede körperliche Aktion Einfluss auf den Geist.

Eigene Probleme durch die Grundannahmen lösen

Jede Herausforderung und jedes Problem kann in der Bedeutung verändert werden, bzw. kann die Lösungsstrategie gefunden werden, wenn diese Axiome zu Rate gezogen werden. Mitunter geht dies mit ein paar einfachen Fragen

  • Welche Landkarten habe ich?
  • Was glaube ich über diese Thema?
  • Wie verhalte ich mich bei diesem Thema?
  • Warum verhalte ich mich so?
  • Funktioniert das, was ich tue?
  • Welche Möglichkeiten habe ich, etwas zu verändern?
  • Welche Reaktionen rufe ich hervor?
  • Was könnte die positive Absicht des Problems sein?
  • Wie merke ich das Thema im Körper?
  • Wie merke ich das Thema im Geist?

Kinesiologie ist Körperarbeit (Zaubertranksuche Teil drei)

kinesiologie

Lange Zeit war die Kinesiologie mein Wegbegleiter, im Guten wie im Schlechten. Durch meine Beschäftigung mit der Kinesiologie hat sich mein Weltbild vollkommen verändert. Es ist auf den Kopf gestellt und gehörig durcheinander gewürfelt worden. Zu Anfang schien alles möglich: Medikamente, Krankheiten, Allergien und Probleme – alles konnte getestet und balanciert werden. Es schien keine Grenzen dafür zu geben was möglich war. Zumindest fühlte ich mich so. Um ganz schnell eine Bruchlandung hinzulegen. Wer Heilpraktiker wird bekommt während seine Lehrjahre jede Menge Mythen und Geschichten über Wunderheilungen erzählt, doch meistens nie präsentiert. Und die Geschichten, die ich über die Macht der Kinesiologie gehört habe, waren reichlich. Mindestens so reichlich, wie ich sie heute über die Quantenheilung höre. Ich glaube, dass viele davon nicht wahr sind.

Doch was ist eigentlich Kinesiologie genau?

Der Muskeltest

Der Begriff ist für viele Menschen eindeutig definiert: “Das ist das mit dem Arm-runter-drücken-komische-Fragen-stellen-und-Turnübungen-mit der-Acht-machen“, oder so ähnlich. In meinem Buch habe ich mich bemüht eine eindeutige Definition zu liefern, was aus meiner Sicht jedoch sehr schwer ist. Es gibt zu viele verschiedene, zum Großteil sogar sich widersprechende, Schulen. Und jede nennt sich Kinesiologie. Der kleinste gemeinsame Nenner scheint der Muskeltest zu bleiben. Doch einfach nur einen zu Arm drücken ist keine Kinesiologie. Es wird auch immer eine (Behandlungs)Methode dafür benötigt. Und diese sind ohne Ausnahme alle aus anderen Disziplinen entnommen. Weswegen viele Kritiker der Kinesiologie - zurecht – das Alleinstellungsmerkmal absprechen. Das macht es scheinbar unmöglich, Kinesiologie zu definieren.

Nach der Bruchlandung

Ich hatte eine Bruchlandung mit der Kinesiologie erlebt und mich danach einem handfesteren Handwerk zugewandt, der Manualtherapie. Ich hätte nicht vermutet, dass mich auf diesem Wege die Kinesiologie wieder einholt und vollends in ihren Bann zieht. Wer sich mit der Entwicklung der Kinesiologie auskennt, der weiß, dass die Kinesiologie auf den amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart (1918–2008) zurück geht. Ursprünglich hat er sie verwendet, um Muskeln zu bearbeiten, Wirbelblockaden zu beseitigen usw. Erst sehr viel später zog sie weitere Bahnen und somit Einzug in weitere Bereiche: Pädagogik, Sport, Psychologie und Spiritualität.

Als Manualtherapeut interessiert mich alles, was mit Muskeln zu tun hat. Hier erwies sich die Kinesiologie als wirkliche Schatztruhe für mich. Auf einmal waren viele Dinge sehr viel einfacher geworden und vor allem diese imaginäre Grenze zwischen Köper und Geist verschwand. Ich konnte mittels eines Werkzeuges gleichzeitig mit beiden arbeiten – einfach fantastisch.

Und heute?

Leider, oder Gott sei Dank, ist die Kinesiologie auch kein Zaubertrank, der alles lösen kann. Jedoch ist sie ein faszinierendes Werkzeug, das ermöglicht, mit dem Körper zu arbeiten und den gesamten Menschen zu erreichen. Wenn der Kinesiologie-Anwender einen offenen Geist in seiner Arbeit bewahrt, diesen Geist des Nicht-Erwartens, fördert die Kinesiologie vieles zu Tage, was unserem bewussten Zugriff verwehrt bleibt. Sie unterstützt den Menschen dabei, sich selbst zu helfen. D.h. das, was eine Mensch sowieso schon kann (oder könnte?) noch besser zu machen.

Der Zaubertrank

Wenn es einen Zaubertrank geben sollte, dann ist es das intelligente Zusammenspiel der verschiedensten Methoden, Techniken und Strategien. Die Kinesiologie kann einen großen Anteil dabei haben, wenn sie an der richtigen Stelle eingesetzt wird.

Wenn du es wirklich willst, dann schaffst du es auch

erfolg-1

Kennen Sie diesen Satz? Viele Coaches bzw. Trainer haben ihn sehr schnell auf den Lippen, wenn es darum geht, dass ihr Gegenüber etwas erreichen will, dies jedoch nicht schafft. Besonders häufig höre ich diesen Satz in dem Zusammenhang mit dem Thema Abnehmen, bzw. Wunschgewicht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass dieses Thema eines meiner längsten Begleiter und eine meiner – sagen wir mal interessantesten – Herausforderungen in meinem Leben ist.
Dieser Satz könnte nicht falscher und trotzdem gleichzeitig so richtig (und richtend) sein. Es ist das klassische Dilemma des menschlichen Lebens, das sich hier wiederspiegelt. Johann Wolfgang von Goethe beschrieb es vortrefflich in Faust. “Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust”. Diesen Satz legte er Faust in den Mund. Und wir alle kennen das. Unsere Bedürfnisse, Verlangen und Ziele gehen häufig in völlig unterschiedliche Richtungen. Viele davon sind uns gar nicht bewusst. Das heißt, sie wirken auf uns, ohne dass wir es merken. Ich wage zu behaupten, dass ein Großteil der menschlichen Probleme hier ihren Ursprung hat, in Form von inneren Konflikten.
Zur Verdeutlichung – das Thema Abnehmen. Dieses Thema ist so allgemeingültig, dass ich glaube, dass es jeder sehr gut nachvollziehen kann. Dem Bedürfnis abzunehmen stehen oft mehrere andere Bedürfnisse gegenüber. Wie gesagt, die meisten davon liegen im Unbewussten verborgen. Die Klassiker sind Genuss, Sicherheit, Stress und Trost und das sind bei Weitem nicht alle. Hier kommt dann meist das nächste menschliche Problem mit ins Spiel: die Bewertung. In unserem Kulturkontext gelten einige unser Bedürfnisse als höherwertiger als andere (z.B. Schlanksein ist höherwertiger als Genuss), bzw. wird nur das Verhalten betrachtet ohne auf die zugrundelegende Motivation zu achten. Das verstärkt oft den Druck, der entsteht, wenn ein Ziel, in diesem Fall das Wunschgewicht, nicht erreicht wird. Und so wird wertvolle Energie und Zeit auf ein Problem verwendet, ohne das es Ergebnisse liefert.

Hypnose holt alle Beteiligten ins Boot

Hypnose  öffnet uns einen Kommunikationsweg mit dem Unbewussten, der es ermöglicht mit allen beteiligten Bedürfnissen hinter einem Verhalten in Kontakt zu treten. Oft treten hier Aspekte zu tage, an die niemals bewusst gedacht wurde. Mit den unterschiedlichsten hypnotischen Interventionen ist es möglich, ein Bedürfnis vom gelebten Verhalten zu trennen und durch ein besseres, d.h. dem gewünschten Ziel dienliches, Verhalten zu ersetzen. War z.B. ein Bedürfnis des Essverhaltens Sicherheit, so wird sich das Essverhalten verändern, wenn Sicherheit leichter durch etwas anderes erfahren wird.

In Kohärenz

Wenn alle Anteile von uns für unsere Ziele zusammenarbeiten, ist dies ein Zustand der Kohärenz, ähnlich einem Laserstrahl. Eine klassische Glühbirne mit 40 Watt kann einen Raum erleuchten hingegen ist ein 40 Watt Laser ein hochpräzises Schneidwerkzeug. Menschen mit einem hohem Mass an Kohärenz in ihrem Leben ruhen in sich selbst und scheinen vieles ohne Mühe erreichen zu können.

Selbstcoaching

Gibt es etwas in Ihrem Leben, dass sie verändern möchten, jedoch trotz vieler Mühe nicht erreichen? Der erste Schritt kann darin bestehen, sich etwas Zeit zu nehmen und die folgenden vier Fragen ehrlich und schriftlich zu beantworten. Stellen Sie sich vor, ein weiser alter Mann stellt ihnen diese Fragen.

  • Was ist das Positive, wenn ich es erreiche?
  • Was ist das Negative, wenn ich es erreiche?
  • Was ist das Negative, wenn ich es nicht erreiche?
  • Was ist das Positive, wenn ich es nicht erreiche?
  • RSS
  • Newsletter
  • Twitter
  • Facebook